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Zur Baugeschichte des Landgerichts

Weitere Gebäude: 1965 - 1994


Am 15.03.1965 war es endlich soweit. Ein Erweiterungsbau, der sog. Neubau, im rückwärtigen westlichen Bereich des Gebäudes Münzstraße 17 war bezugsfertig. Das Gebäude war zwar nicht direkt mit dem "Altbau" verbunden, so dass der öffentliche, inzwischen verschlossene Zugang vom Domplatz aus erfolgte, doch stand es auf dem Grundstück des Altbaus, angrenzend an das Gymnasium "Kleine Burg", so dass ein weiterer Zugang vom Innenhof aus geschaffen werden konnte. Außerdem wurde eine Verbindung über die Staatsanwaltschaft hergestellt, indem der Erweiterungsbau mittels eines verglasten Übergangs im ersten Stock mit dem Gebäude der Staatsanwaltschaft verbunden wurde, die ihrerseits unmittelbar an den Nordflügel des Gebäudes Münzstraße 17 anschloss und schon mit dem Landgericht verbunden war. Fortan lief der Fußgängerverkehr zwischen Alt- und Neubau entweder über den Innenhof des Landgerichts oder über die Flure der Staatsanwaltschaft.

Mit dem Erweiterungsbau wurde ein schlichter, einschließlich Erdgeschoss fünfstöckiger Zweckbau mit Flachdach bezogen, der nur Büroräume enthielt, deren Größe nach der vorgesehenen Verwendung sehr differenziert ist, so dass sich die damaligen Raumstandards für Landgerichtsdirektoren, Landgerichtsräte, Rechtspfleger, Geschäftsstellenbeamte und Kanzleiangestellte noch heute anschaulich darstellen. Die Raumverhältnisse verbesserten sich wesentlich.

Neubau  
Blick vom benachbarten Schulhof
Standen dem Landgericht vorher 52 Arbeitszimmer und 9 Sitzungssäle zur Verfügung, waren es jetzt 78 und 11. Das Oberlandesgericht erhielt im Altbau vom Landgericht 8 zusätzliche Diensträume und 2 Sitzungssäle. Große Räume konnten nunmehr wieder für Sitzungen genutzt werden. Im Oktober 1974 endete die Gebäudegemeinschaft von Landgericht und Oberlandesgericht zunächst. Letzteres zog aus und residierte fortan am Bankplatz 6. Das schon wieder aus allen Nähten platzende Landgericht konnte nunmehr auch das zweite Obergeschoss des Gebäudes Münzstraße 17 für sich allein nutzen, stellte andererseits aber der Staatsanwaltschaft im Erdgeschoss Dienstzimmer zur Verfügung, weil diese am Domplatz 1 längst nicht mehr geschlossen unterkam und in der Stadt schon mehrere Außenstellen hatte.
Neubau  
Der Neubau
Im Juni 1990 erhielt die Staatsanwaltschaft ihren langersehnten Neubau an der Turnierstraße und räumte ihr angestammtes Gebäude Domplatz 1. Die Generalstaatsanwaltschaft verblieb zwar in den beiden obersten Geschossen, doch standen nunmehr rund 70 % des zwischen dem Nordflügel des Gebäudes Münzstraße 17 und dem Neubau des Landgerichts liegenden Gebäudetraktes zur landgerichtlichen Nutzung zur Verfügung. Allerdings nicht sofort komplett, denn bis zur Fertigstellung des neuen Amtsgerichts am Eiermarkt wurden hier auch die Familienabteilungen des Amtsgerichts vorübergehend untergebracht. Im September 1994 war auch dieses Kapitel beendet. Das Landgericht konnte erstmals seit langer Zeit von sich sagen, es sei von der Grundfläche her auskömmlich und angemessen untergebracht.

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Mittelgebäude  

Das Mittelgebäude

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